Der Beginn einer großen Leidenschaft

Sonja Stöllner

Meine Berufung

Alles hat irgendwann und irgendwo seinen Anfang, und hier ist der meine.

Eines Tages da stellte ich so eine unbedeutende Frage : Warum ist in jedem Duschgel und in jedem Schampoo ( zu diesen Zeitpunkt kannte ich noch keine Pflanzenöl Seifen ) eigentlich Rohöl und künstliches Paraffin enthalten?

Meine Haut und die meines Mannes(er hatte sich schon öfters über die mangelnde Pflege des Duschgels beschwert ) wurde immer trockener und bedurfte immer mehr Cremen. Die Erkenntnis kam mit der Uroma die nur meinte,: eine ordentliche Seife kannst du dir nur selber machen. Die Industrie hat das bis jetzt nicht geschafft.

Sie kramte mir ein altes Rezept heraus welches ich ein bisschen modernisierte, statt Rindertalg – Pflanzenöl .Und durch den Seifenrechner jagte, denn es sollte ja weder zuviel noch zuwenig Lauge bzw Öl in die Seife kommen.

Nach 2 Monaten war sie fertig zum Gebrauch. Oh wie wundervoll sich die Haut jetzt anfühlte. Das war der Beginn einer großen Leidenschaft.

Nach und nach sind viele Ausbildungen und Prüfungen dazugekommen. Ein neues Berufsbild ist entstanden. Nach der Ablegung der letzten Prüfungen darf ich mich nun Kosmetikhersteller bezeichnen und als dieses auch im Gewerberegister geführt.

In den letzten Jahren sind viele neue Produkte dazugekommen, auch Gesichtscremen und Bodylotionen.... frei von chemischen Bestandteilen und Konservierungen.

Die Produkte werden von einem unabhängigen Unternehmen auf Verträglichkeit geprüft. Somit ist höchste Sicherheit gegeben.

Am Markt gibt es keinerlei ähnliche Seifen und Pflegeprodukte welche ohne Konservierung  und nur mit hochwertigen pflanzlichen Ölen auskommen. Somit hoffe ich diese große Lücke geschlossen zu haben.

 

Was ist eine Naturseife?

Als Naturseife wird nach traditionellem Verfahren und aus natürlichen Rohstoffen hergestellte Seife bezeichnet.

 

Zutaten und Inhaltsstoffe:

Meine Naturseifen werden ausschließlich aus rein pflanzlichen Ölen hergestellt. Auf bei anderen Seifen oft verwendete tierische Fette wie ( Sodium Tallowate) wird, mit Ausnahme des in Milch enthaltenen Milchfettes, vollkommen verzichtet. Solche reinen Pflanzenölseifen bestehen meistens aus Olivenöl, Rapsöl, Kokosöl,. Zusätzlich werden Naturseifen noch zusätzlich wertvolle besonders pflegende Öle wie zum Beispiel Jojobaöl, Kakaobutter, Mangokernöl, Rizinusöl, Mandelöl, zugesezt. Auch natürliche Inhaltsstoffe wie Tonerde, Schafmilch, Ziegenmilch, ätherische Öle sowie hochwertige Parfumöle finden Verwendung.

Für Puristen gibt es auch Naturseifen, die frei von jeglichen Duftstoffen sind.

Natürliche Seife ist völlig frei von synthetischen Tensiden, Konservierungsstoffen, Silikonen und Weichmachern wie Sodium Lauryl Sulfate, EDTA und ähnlichem, und ist deshalb nahezu vollständig biologisch abbaubar.

Meine besonders hochwertige Naturseife wird im schonenden Kaltrührverfahren hergestellt und enthält noch das beim Verseifungsvorgang entstehende natürliche Glycerin, das als Feuchtigkeitsfaktor die Haut vor Austrocknung schützt. Ausserdem sind die Naturseifen zu einem unterschiedlichen Grad, überfettet. Das bedeutet, dass in der Seife noch ein Anteil freier, unverseifter Öle enthalten ist, durch den beim Waschen eine rückfettende Wirkung erzielt wird.

 

Verwendung und Lagerung:

Handgemachte Naturseife ist ein Naturprodukt und bedarf deshalb etwas mehr Aufmerksamkeit. Bei längerer Lagerung sollte sie dunkel, kühl und trocken liegen. Naturseife ist zwar recht lange, aber nicht unbegrenzt haltbar. Nach dem Gebrauch sollte die Seife die Möglichkeit haben wieder gut zu trocknen da der Glyceringehalt die Seife weicher macht.

Geschichte der Seife

Erste Hinweise auf Seifenherstellung finden sich bei den Sumerern. Sie erkannten, dass Pflanzenasche (al-quali, der Ursprung des Wortes alkalisch) (enthält Pottasche) vermengt mit Ölen besondere Eigenschaften hat, und schufen die Basis einer Seifenrezeptur. Sie übersahen dabei jedoch den reinigenden Effekt des alkalischen Gemisches und verwendeten sie als Heilmittel für Verletzungen. Das ägyptische Volk sowie die Griechen übernahmen die chemische Anleitung zur Herstellung, wobei die reinigende Wirkung der Seife erst von den Römern festgestellt wurde. Im Rom des Altertums wusch man sich ursprünglich mit Bimsstein; noch um die Zeitenwende war die Anwendung von Seife als verweichlichend verschrien.

Araber verkochten dann im 7. Jahrhundert erstmals Öl und Lauge miteinander und schufen somit die Seife in ihrer heute bekannten Form. Rasch breitete sich dieses Wissen über Europa aus. Frankreich und Spanien gehörten später zu den Zentren der Seifenherstellung weltweit.

 

Kräuter sind die wertvollen Gaben unserer Natur:

Schon immer vertrauten die Menschen auf die Kraft der Natur. Kräuter galten als kostbares Gut. Diese erfüllten eine ganze Reihe wichtiger Aufgaben. Die Verwendung von Kräuter gehörte einst zum täglichen Leben.Naturheilmittel allein boten Hilfe oder Heilung im Krankheitsfall, und Kräuter waren Bestandteil der Ernährung. Heute besinnen wir uns wieder gerne auf die sanften Helfer der Natur.

Zwar ersetzt die Anwendung von Kräuterprodukten nicht den Besuch eines Arztes, doch sind pflanzliche Wirkstoffe eine gute Ergänzung

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